Lebensraum oder einfach nur Hygge?

Negativer Höhepunkt der heutigen Hauptausschusssitzung des Kreistages des Kreis Plön:

Die mittlerweile fraktionslose AfD-Abgeordnete Dr. K. fordert eine Deckelung der Bevölkerung im Kreis Plön…

Die abstruse Erklärung dazu:

Die Menschen in Schleswig-Holstein und auch in Dänemark sind nur so glücklich, weil sie sehr viel Platz haben. Deswegen solle man die Bevölkerung im (Anmerkung von mir: „dicht besiedelten“) Kreis Plön deckeln.

Was kommt als nächstes? Neuer Lebensraum im Osten?!

Sicher ist es für viele Menschen entspannt, wenn sie nicht Tür an Tür mit ihren Nachbarn wohnen, viele Menschen schätzen aber auch gerade dies, und ziehen bewusst in die Städte. Was viele Dänen und Schleswig-Holsteiner so glücklich macht ist aber auch, dass wir seit 73 Jahren in Frieden leben. Dänemark und Schleswig-Holstein sind weltoffen und modern. Wir haben noch eine relativ intakte Natur, ein stabiles demokratisches System, einen noch weitestgehend funktionierenden Sozialstaat und können es auch mal bei einem einfachen, gesprächsfüllenden „Moin“ belassen. Auch das ist hygge, hier bei uns wie auch etwas weiter im Norden!

Ehre wem Ehre gebührt!

Heute Abend habe ich auf Einladung der Freiwilligen Feuerwehr Klausdorf an der Ehrung von vier langjährig aktiven Kameraden teilgenommen und durfte dreimal das Brandschutzehrenzeichen in Gold (40 Jahre aktive Mitgliedschaft) und einmal das Brandschutzehrenzeichen in Silber (25 Jahre aktive Mitgliedschaft) an die Uniform heften.

40 und auch 25 Jahre ehrenamtlicher Dienst für die Gesellschaft sind schon eine ganz schöne Bank und verdienen unser aller Respekt! Retten-Löschen-Bergen-Schützen all diese Jahre, immer auch unter Einsatz der eigenen körperlichen Unversehrtheit – da bleibt nur Danke zu sagen! Diesen vier Kameraden stellvertretend für alle Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren.

Another Night at Kreistag…

Nachdem wir mit dem Ausschuss für Bauen, Umwelt und Abfallwirtschaft des Kreis Plön am 7. November 2018 bereits eine Marathonsitzung von 4 Stunden hingelegt haben, tagten wir gestern mit dem selben Ausschuss erneut fast 4 Stunden im Kreishaus in Plön. Die wichtigsten Punkte auf der TO waren die Vorrangflächen für Windkraftanlagen, die Prioritätenliste für Radwege an Kreisstraßen und das Budget 2019 für die Kreisliegenschaften.

Insbesondere die kreiseigenen Schulen bedürfen in den kommenden Jahren massive Investitionen. Der Ausschuss hat das fachlich anerkannt und befürwortet diese Investitionen in die Zukunft mehrheitlich. In angenehm sachlicher Atmosphäre wurde über alle Fraktionsgrenzen hinweg bis in die Nacht diskutiert und beraten.

Volkstrauertag 2018

Heute habe ich zusammen mit unserem 1. Stellv. Bürgermeister, Herrn Stefan Wiese, mit der Pastorin unserer Ev.-Luth. Philippus-Kirchengemeinde, Frau Ebba Stockhausen und vielen Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Klausdorf im Rahmen einer Feierstunde die Kranzniederlegungen zum Volkstrauertag durchgeführt. In diesem Rahmen habe ich im Anschluss an den Gottesdienst eine kurze Ansprache gehalten. Für interessierte gibt es diese hier zum Nachlesen.

„Liebe Schwentinentalerinnen und Schwentinentaler, liebe Gottesdienstbesucher, liebe Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Klausdorf, liebe Gäste,

genau 100 Jahre und eine Woche ist es her, dass der Erste Weltkrieg mit fast 17 Millionen Toten sein bitteres Ende fand. Das sinnlose Töten in Europa und vielen anderen Teilen der Welt brachte am Ende nur Leid und Trauer und riss einen tiefen Graben durch Europa, was sich knapp 20 Jahre später in einem bis dato unvorstellbar erscheinenden Gräuel rächen sollte.

Dem Ende des Ersten Weltkrieges vorausgegangen war, gar nicht weit von hier entfernt, der Kieler Matrosenaufstand. Was am 29. Oktober 1918 mit ausgedehnten Befehlsverweigerungen von Matrosen der deutschen Hochseeflotte begann, die in der militärisch ausweglos gewordenen Situation nicht weiter sinnlos als buchstäbliches Kanonenfutter verheizt werden wollten, löste am 3. November 1918 den Matrosenaufstand in Kiel aus. Aus dem Aufstand entwickelte sich die Novemberrevolution die den Sturz der Monarchie, den Friedensschluss und die Ausrufung der Republik in Deutschland zur Folge hatte.

Zu einem Zeitpunkt, in der die Demokratie in Deutschland erste Blüten trug, etablierten sich in vielen Staaten Europas autoritäre und faschistische Regime. Schnell musste man sich bewusst werden, dass viele aus dem Schrecken des Krieges nichts gelernt hatten. Nicht lange dauerte es, da wurden auch in Deutschland wieder nationalistische Töne laut, erst von der Schmach von Versaille, dann von der Herrenrasse.

Wie das 1945 endete, wissen wir alle, einige wenige von Ihnen haben es vielleicht noch miterlebt. Ein Krieg, der mit seinen Folgen bis zu 80 Millionen Menschen das Leben kostete. Das wäre fast die gesamte deutsche Bevölkerung heute. Und dennoch nur ein Krieg, aus einer langen Reihe kriegerischer Auseinandersetzungen. Knapp 455 Millionen Menschen verloren bei den 100 tödlichsten Gewaltakten der Weltgeschichte ihr Leben. Warum?

Nun leben wir seit über 70 Jahren in Frieden, zumindest in unserem Teil der Welt. Konnten uns ein sozial und wirtschaftlich weitestgehend stabiles Umfeld schaffen. Dennoch schüren auch wir die Feuer dieser Welt weiter. Als viertgrößter Waffenexporteur der Welt hat der 68er Slogan „Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt“ nie an Aktualität verloren. Und liebe Gäste, wer Waffen exportiert, muss sich über Flüchtlinge nicht wundern. So lange wir weiter Waffen in die Krisenregionen dieser Welt liefern, und damit Leid und Tod in fremde Länder bringen, so lange dürfen wir uns über keinen einzigen Menschen beschweren, der in unser Land kommt, um hier, genau wie wir, in Frieden zu leben. Auch deutsche Rüstungskonzerne machen den großen Reibach, auch deutsche Regierungen legitimieren das, und schaffen somit ständig neue Fluchtursachen.

Im Krieg verlieren immer alle!

Und heute? Auch heute werden wieder nationalistische Töne angeschlagen. Auch heute halten sich in vielen Ländern Europas wieder viele für ethnisch wertvoller. Erinnerungen an die Herrenrasse werden wach. Durch Populisten und Rechtsextreme werden wieder Ängste geschürt, vor allem und jedem. Es wird gegen Flüchtlinge gehetzt, gegen die Presse, gegen die Regierungen, gegen die Kirchen. Natürlich befindet sich unsere Gesellschaft in einem Wandel, sie wird globaler. Und es ist nachvollziehbar, dass einige Menschen damit Probleme haben, und es ihnen Angst macht. Aber Gesellschaften haben sich schon immer gewandelt, man kann dem offen begegnen, oder sich verschließen, man kann an dem Gelingen mitarbeiten, oder sich entziehen, aber aufhalten kann man den Wandel damit nicht. Das hat noch niemals geklappt. Gehen Sie offen auf Ihre Mitmenschen zu, reichen Sie sich die Hand, hier, und draußen in der Welt. Helfen Sie den Frieden zu bewahren, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.“

Tiertransport mal anders…

Heute war es wieder soweit, die Highland-Rinder mussten runter von der Möweninsel (Probstenwerder) und dem Appelwarder, und rauf auf‘s Floß. Zusammen mit dem Rinderwirt und der Freiwilligen Feuerwehr Preetz haben wir von der NABU-Ortsgruppe Preetz-Probstei die 16 Highland-Rinder verschifft und auf den Weg in ihr Winterquartier gebracht.

Ahoi 🐂⚓️

Schlachthaus Färöer

Das Schlachten im Nordatlantik geht weiter. Nach einer Erhebung von Sea Shepherd UK haben in den letzten 10 Jahren ca. 7.700 kleinere Meeressäuger, im Wesentlichen Grindwale (Globicephala melas), Weißseitendelfine (Lagenorhynchus acutus), Nördliche Entenwale (Hyperoodon ampullatus) und Große Tümmler (Tursiops truncatus) beim traditionell begründeten „Grindadráp“ auf den Färöer unter grausamen Bedingungen ihr Leben verloren. Nach aktuellen Hochrechnungen sollen es in den vergangen 50 Jahren bis zu 60.000 Wale gewesen sein, die in den blutgetränkten Fjorden der Färöer in Volksfeststimmung brutal abgeschlachtet wurden. Darunter auch immer wieder Jungtiere, wie aktuelle Bilder zeigen.

Nachdem eine Grindwalschule gesichtet und per Mobilfunk alle entsprechenden Menschen aktiviert wurden, werden die bis zu 300 Tiere mit Motorbooten in eine Bucht getrieben und dort mit Hilfe des sogenannten „Mønustingari“ getötet. Dabei werden ihnen das Rückenmark im Nacken und die Halsschlagader durchtrennt. Falls die Wale nicht nah genug an den Strand gelangen, steckt man Ihnen einen Fanghaken, das „Blásturongul“ ins Blasloch und zieht sie an den Strand, bevor auch ihnen der halbe Kopf abgeschlagen wird. Es gibt hierzu einen Wiki-Artikel (https://de.wikipedia.org/wiki/Grindadr%C3%A1p) der u. a. auch die Pro- und Gegenargumentationen zitiert, bei den Pros wird zum Beispiel auch das Prestige als Nation der Färinger genannt. Man(n) fühlt sich beim Grindadráp als richtiger, echter Färinger. Gruselig wenn man sich international mit so einem grausamen Schauspiel brüstet…

Zum Grindadráp bringt man dann gern die ganze Familie mit. Kinder posieren an und auf ausgebluteten Walen und es werden Fotos fürs Familienalbum geschossen, so wird sichergestellt, dass die Tradition auch auf die nächste Generation vererbt wird, die natürliche Hemmschwelle, mit dem Mønustingari zuzuschlagen wird so schon im Kindesalter wegtrainiert.

Klar kann und muss man einen Vergleich zu Schlachthäusern überall auf der Welt ziehen. Tiere sind oft nur noch zu einer Handelsware deklassiert, ein Tierleben ist außer bei unseren Haustieren und dem ein oder anderen Wildtier nicht mehr allzu viel wert. Meist nur noch den aktuellen Kilopreis des fertig verarbeiteten Fleisches. Ein Leben sollte immer denselben Wert haben. Dennoch gibt es einen Unterschied zwischen Wild- und Nutztieren. Letztere werden gezielt gezüchtet um den maßlosen Fleischhunger der Menschen zu stillen, wobei auch ein großer Teil der tierischen Produkte wieder an andere Tiere verfüttert wird, um diese dann wieder an uns zu verfüttern. Wildtiere hingegen unterliegen zum einem dem Druck, in immer kleineren Lebensräumen klarzukommen und haben mit den Folgen von Umweltverschmutzung und der Zerstörung der Natur zu kämpfen. Der Jagddruck ist ein zusätzlicher Faktor, dem diese ausgesetzt sind, und hier geht es knallhart um das Überleben von ganzen Spezies. Nutztierrassen, zumindest die heutigen industriellen Rassen drohen nicht auszusterben, bei einigen wäre es vermutlich sogar der bessere und weniger qualvolle Weg, wenn sie es einfach tun würden. Bei den Wildtierrassen sieht es schon ganz anders aus. Die Zahl der Arten, die seit dem Auftauchen des Menschen auf unserem Planeten von der Bildfläche verschwunden sind schätzen Wissenschaftler auf 500 Millionen (nicht Tiere, sondern Arten!), was ungefähr 99 Prozent aller Tierarten ausmacht. Das ist nicht immer absichtlich durch Jagd oder Lebensraumvernichtung geschehen, aber auch durch die Einschleppung fremder Arten und dem damit verbundenen Schwund der natürlichen Fauna hat der Mensch indirekt damit zu tun. Ein unglaublicher Verlust an Biodiversität. Und da sind wir wieder bei dem Problem mit der Jagd auf Wale. Wale egal welcher Art standen schon immer ganz oben auf dem Wunschzettel der Jagenden, am prominentesten sicher die großen Wale. Die Literatur ist voll mit romantischen Erzählungen von Walfängern, wie zum Beispiel bei Moby Dick. So wie es früher, insbesondere bei Inselstaaten wie den Färöer berechtigt gewesen sein mag, Wale zum Verzehr und zur anderweitigen Nutzung zu fangen, zu töten und weiterzuverarbeiten, so ist es heutzutage schlicht nicht mehr notwendig und zu einer verklärten Tradition geworden.

Fast überall auf der Welt unterliegen Wale strengen Schutznormen, die Bestände erholen sich nur langsam, da die Verschmutzung der Meere und andere Emissionen ihnen immer noch schwer zusetzen. Wale massenhaft abzuschlachten, wie es beim Grindadráp der Fall ist, nur um sich als echte Färinger zu fühlen ist nicht mehr zeitgemäß. Die Waljagd wird übrigens regelmäßig von der dänischen Marine geschützt.

Man solle sich mal vorstellen, man hätte beispielsweise Fiete, den Delfin der sich im letzten Jahr einige Monate lang in der Kieler Förde einquartiert hatte, in die Heikendorfer Bucht gedrängt, ihm ein Blásturongul in sein Blasloch gesteckt, ihn damit an den Strand gezogen um ihm dann mit einem Mønustingari den Kopf fast gänzlich abzuschlagen. Dann wären die Bewohnerinnen und Bewohner der Bucht gekommen, mit ihren Kindern, und hätten Erinnerungsfotos gemacht. Sitzend auf dem ausgebluteten Delfin, vor der Kulisse einer sich rot färbenden Förde. Und dann würde man sich als echter Schleswig-Holsteiner fühlen…

Sea Shepherd UK ist mittlerweile bereit, den Färöer Inseln 1 Million Euro zu zahlen, in jährlichen Summen von je 100.000 Euro, wenn diese bereit sind, auf die Waljagd gänzlich zu verzichten. Es ehrt diese Organisation und wenn es hilft, ist es besser als nichts, immerhin schützt es dann im Ergebnis die Tiere. Aber wie krass ist denn der Umstand an sich, dass Organisationen und/oder Verbände, die sich für den Schutz der Tiere einsetzen, viel Geld dafür zahlen (wenn es denn angenommen wird), dass sinnlose und blutige Traditionen ausgesetzt werden?!

Mehr Infos und Bilder zu den schrecklichen Tötungsexzessen gibt’s unter www.seashepherd.org.uk Den deutschen Ableger findet man unter www.sea-shepherd.de oder auf den entsprechenden Facebook-Sites.

Beitragsbild: Alle Rechte bei Sea Shepherd UK // featured image: All rights by Sea Shepherd UK

Statement zur Absage der Stadtvertretung

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Schwentinental, liebe Freundinnen und Freunde des Freibad Schwentinental,

zu der von mir unter Verkürzung der Ladungsfrist eingeladenen Sitzung der Stadtvertretung der Stadt Schwentinental am 29. August 2018 liegen mir 17 persönlich eingereichte Widersprüche vor. Widersprochen haben alle sechs Stadtvertreter*innen der CDU-Fraktion, alle sechs Stadtvertreter*innen der SPD-Fraktion sowie alle fünf Stadtvertreter*innen der SWG-Fraktion.

Auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen habe ich die Sitzung der Stadtvertretung daher abzusagen, dieser Verpflichtung komme ich hiermit nach.

Ich möchte Ihnen an dieser Stelle mein Bedauern darüber kundtun, und mitteilen, dass ich darüber sehr enttäuscht bin. In erster Linie bin ich das nicht über die Widersprüche an sich, diese mögen im Einzelfall begründet und nachvollziehbar sein, vielmehr bin ich es darüber, dass so einmal mehr bewusst ein demokratischer Meinungsbildungsprozess verhindert wird. Ich schreibe dieses nicht aus parteipolitischer Ideologie – obwohl ich mir persönlich ein anderes als das konventionelle Sanierungsmodell gewünscht hätte – ich schreibe das in meiner parteipolitisch neutralen Funktion als Vorsitzender der Stadtvertretung und Bürgervorsteher der Stadt Schwentinental. Es hätte jeder Stadtvertreterin bzw. jedem Stadtvertreter jederzeit freigestanden, im Rahmen der Sitzung und nach der Information unter TOP 2 der Tagesordnung (Präsentation der Konzepte) gegen den unter TOP 3 gestellten Antrag der Fraktionen von FDP, WIR und Bündnis 90/DIE GRÜNEN zu stimmen. Dass man sich aber ein weiteres Mal weigert, sich überhaupt erst einmal informieren zu lassen, empfinde ich in meinem Verständnis davon, welche Verantwortung und Verpflichtung wir als gewählte Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt gegenüber haben, als absolut inakzeptabel. Sollte das Verhalten der v. g. 17 Stadtvertreter*innen ursächlich dafür sein, dass die Stadt Schwentinental keine Fördermittel aus dem Bundesprogramm erhält, sollte die Verzögerung dazu führen, dass die bereits zugesagten Fördermittel des Landes nicht mehr gewährt werden können und sollte die Verzögerung bei der Sanierung des Freibades dazu führen, dass dieses stillgelegt werden muss oder die Sanierung dadurch letztendlich völlig scheitert oder deutlich teurer wird, als veranschlagt, werden diese 17 Stadtvertreter*innen sich nach Ihrem Anteil daran fragen lassen, wenn nicht sogar dafür verantworten müssen. Denn alle Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter, auch die 17, haben sich auf die gewissenhafte Erfüllung Ihrer Obliegenheiten verpflichtet. Wenn angebotene Informationen bei einer Entscheidung von solch hoher (finanzieller) Tragweite abgelehnt werden, kommt man dieser Verpflichtung den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber, wenn überhaupt, nur ungenügend nach.

Ich habe, unabhängig davon, dass das selbstverständlich sein sollte, mein Amt mit dem Anspruch einer bürgernahen und transparenten Politik angetreten. Wir alle, die wir Mitglieder der Stadtvertretung oder der Ausschüsse sind, haben den Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt Schwentinental gegenüber die Verpflichtung, deren, und ausschließlich deren Interessen zu vertreten. Wir haben die Wünsche, Sorgen und Bitten der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen und zu respektieren und Schaden von der Stadt abzuwenden. Das Verfahren zur Bundesförderung, so wie es jetzt praktiziert wird, erfüllt den Anspruch von Transparenz und Bürgernähe nicht. Aus vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern in den letzten Tagen weiß ich, dass das Interesse an der Thematik und der Möglichkeit sich fundiert über die Sanierungsmodelle zu informieren enorm groß ist und war. Dass den Bürgerinnen und Bürgern diese Möglichkeit nun durch den Widerspruch der 17 Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter genommen wird, ist mehr als bedauerlich.

Dennis Mihlan
Bürgervorsteher der Stadt Schwentinental