Deutsche Waffen, deutsches Geld…

…morden mit in aller Welt!

Dieser Slogan, der dem Geist der 68er entsprungen ist, ist aktueller denn je.

Deutsche Rüstungskonzerne wie zum Beispiel Rheinmetall machen den großen Reibach, mit Leid und Tod und Krieg in aller Welt. Und die großen und kleinen Aktionäre dieser Unternehmen freuen sich über gute Renditen. Wahrscheinlich sind es auch genau diese Menschen, die sich im Umkehrschluss über zu viele Flüchtlinge aus Krisengebieten beschweren und was es den deutschen Steuerzahler koste, den Geflüchteten zu helfen. Auf der einen Seite wird bei Unternehmen und Aktionären der Profit eingestrichen, auf der anderen Seite schafft man ständig neue Fluchtursachen und sieht sich nicht in der Verantwortung. Ekelhafte Doppelmoral, und das auch noch politisch gestützt.

Wenn man sich mal anschaut, wer in den letzten Jahren, und vor allem aus welchen Ressorts in verantwortungsvolle Position bei Rheinmetall gerutscht ist, Ex-Verteidigungsminister Dr Franz Josef Jung MdB BM a.D. (CDU) zum Beispiel, sitzt jetzt im Aufsichtsrat des Unternehmens, dessen Chef-Lobbyist mittlerweile Ex-Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) ist, wundert man sich wenig über die bisher eher nicht stattfindenen Versuche der Bundesregierung, den Handel deutscher Firmen mit Kriegswaffen in Krisengebiete zu unterbinden. Das System ist offensichtlich, selbst wenn die betreffenden Unternehmen mit Zweigfirmen im Ausland sitzen und in Italien, Südafrika oder sonstwo produzieren, fließen die Gewinne aus diesen blutigen Geschäften doch letztendlich nach Deutschland, wo man Krieg zwar nicht so dolle findet, die Rendite aber gerne mitnimmt. Ist ja alles weit weg…

Es gibt dazu, im speziellen zum Geschäftsgebahren von Rheinmetall und seinen Tochterunternehmen, gerade eine enthüllende Doku in der ARD-Mediathek, die sich jede*r mal ansehen sollte, insbesondere auch die Leute, die wie ich, in meinem Fall von der Förde Sparkasse, Fondsanteile der Investmentgesellschaft der DekaBank angeboten bekommen. Die Deka listet in ihren Fonds Rheinmetall und andere Rüstungsfirmen.

Die Doku heißt „Bomben für die Welt“ und findet sich hier:
http://www.ardmediathek.de/…/Die-Story-im-…/Das-Erste/Video…

Bezeichnend auch mal wieder das Schweigen der von uns gewählten Vertreter*innen, allen voran der Mitglieder des Bundessicherheitsrates, dem entscheidenden Gremium, wenn es um Rüstungsexporte geht. Da hilft auch die groß verkündete Meldung von Martin Schulz nichts, dass die SPD in den Sondierungen ein Verbot von Waffenexporten an Länder, die am Krieg im Jemen beteiligt sind (zB Saudi-Arabien), durchgesetzt hat. In der letzten Legislaturperiode war die SPD stets gut im Bundessicherheitsrat vertreten, beispielsweise durch Heiko Maas und Sigmar Gabriel, dort hätte man sich jederzeit für ein Verbot jeglicher Rüstungsgüter einsetzen können, egal ob in Krisenregionen oder sonstwo hin! Jetzt wirkt es eher so, als hätte man in einer SPD-PR-Agentur die oben genannte Doku gesehen und wolle was daraus machen…

In diesem Sinne: Make Love, not war!

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