byebye 2016

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte an Grüner Politik im Kreis Plön, in SH und überall,

in den nächsten Tagen neigt sich das Jahr 2016 dem Ende entgegen, gefühlt war es ein Jahr großer Veränderungen, politischer wie gesellschaftlicher Natur.

Wenn man sich nur auf die Stimmung in den sozialen Netzwerken verlässt, war es wohl kein gutes Jahr, zu viele Menschen schimpfen und fühlen sich nicht verstanden oder benachteiligt. Viele Menschen haben Angst, vor Terror, vor dem sozialen Kollaps und vor Überfremdung. Die Demokratie scheint bereits Geschichte zu sein und alle politisch engagierten Personen arbeiten einzig in die eigene Tasche und die ihrer Klüngelschwestern und -brüder…

Spricht man aber mit den Menschen vor Ort, mit den Menschen die einen umgeben, oder denen man im Alltag begegnet, ist die Stimmung meist eine ganz andere. Fast ausnahmslos allen Menschen mit denen ich gesprochen habe geht es dem Grunde nach gut, mal zwickt es hier, mal könnte es dort besser laufen, mal geht das Auto wie immer am Ende des Monats kaputt oder auf der Arbeit läuft es nicht rund, mal kracht es in der Familie oder Pläne gehen nicht wie erwünscht in Erfüllung, aber im Grunde geht es uns allen doch recht gut. Auch die Angst vor Terror oder Überfremdung hat mir so niemand bestätigt. Natürlich sind viele Menschen skeptisch und besorgt, was in den kommenden Jahren wohl auf uns zukommen mag, wie sich die Situation der Flüchtlinge weltweit und im Land entwickelt und ob Deutschland und Europa weiterhin Terrorziele darstellen. Auch fällt es einigen Menschen schwer, sich mit der neuen/derzeitigen Situation anzufreunden – ich finde auch das muss man respektieren und vor allem darf man diese Gedanken und diese Menschen nicht einfach ignorieren oder sie stigmatisieren. Jeder Mensch ist ein Teil dieser Gesellschaft, und wenn er ein Problem hat oder ihn Ängste oder Besorgnis plagen, müssen wir uns auch diesen Ängsten und Sorgen annehmen und nach gemeinsamen Lösungen suchen! Das man sich Sorgen um die Zukunft macht, ist ganz natürlich, das tue ich auch. Aber ich stelle auch immer wieder fest, dass es uns trotz dieser Ängste und Sorgen immer noch verhältnismäßig gut geht und wir nicht nur in gefühlter Freiheit und in einem gefühlten Frieden leben können. Natürlich gibt es auch bei uns soziale Härten und Familien/Menschen die von Schicksalsschlägen betroffen sind, doch das alles betrifft bei uns zum Glück nicht die Masse der Menschen, sondern meist einzelne. Es gibt in der Welt leider Regionen, in denen es ganz anders aussieht, in denen Menschen verfolgt, vertrieben oder getötet werden, nicht nur Soldaten, Milizen oder Rebellen sondern sehr oft Menschen wie du und ich mit Kindern wie den unseren. Dagegen erscheinen unsere Probleme klein und überschaubar – auch wenn es im Einzelfall und bei den Betroffenen natürlich ganz anders wirken mag. Es gibt Orte und ganze Völker die vom Krieg gezeichnet sind, dem ausnahmslos schrecklichsten was ich mir vorstellen kann. Wir können froh und dankbar sein, dass wir, meine Generation erst recht, ein Leben in Frieden und relativer Sicherheit führen können. Daran ändert auch ein unmenschlicher Akt wie der in Berlin nichts!

Was mich persönlich, eigentlich durchgehend umtreibt, ist die Sorge um den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlage. An allen Ecken und Kanten wird an der uns umgebenden Natur geknabbert und gezerrt, werden zusätzliche Flächen in Außenbereichen ausgewiesen, werden weiterhin unsagbar viele Gifte in die Luft, ins Wasser und in den Boden geblasen und gespritzt, werden Unmengen von Müll produziert und teils in der Landschaft entsorgt und mit höchst umstrittenen Methoden wie z. B. dem Fracking ganze Landstriche verseucht. Grünzäsuren werden immer wieder durch neue Bau- oder Gewerbegebiete zerschnitten, zusammenhängende Biotope bzw. Biotopverbünde getrennt. Wir müssen endlich anfangen schon in der Planung auf ein echtes ökologisch vertretbares Miteinander zu kommen, in dem nicht immer die Interessen der Menschen automatisch Vorrang haben, sondern dass die Interessen aller Bewohner dieses Planeten in ausreichendem Maße berücksichtigt werden. Nur so können wir für uns und den uns nachfolgenden Generationen die natürliche Lebensgrundlage erhalten.

Ich hoffe, dass uns soziale und wirtschaftliche Stabilität auch weiterhin erhalten bleiben, dass wir als demokratische Gesellschaft stark bleiben und uns gegen alle radikalen Einflüsse, ob von links, von rechts, religiös begründet oder wie auch immer, zu wehren wissen. Dass wir es schaffen Europa als starkes Bündnis zusammen zu halten und die freiheitliche demokratische Grundordnung – unseren Garant für Wohlstand und Frieden seit fast 70 Jahren – für uns, unsere Kinder und Enkel zu bewahren.

Ich wünsche allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, ohne Stress und Hektik und einen guten Start in ein neues, friedliches und gesundes Jahr 2017!

Habt ihr Fragen? Meldet euch einfach!

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